Grippe

Grippe und Erkältung werden häufig miteinander verwechselt, dabei werden die beiden Erkrankungen durch vollkommen unterschiedliche Viren verursacht. Grippe wird durch eine Infektion durch Influenza-Viren verursacht. Influenza-Viren wirken auf der Nasen- und Rachenschleimhaut zerstörerisch. So werden diese geschwächt und Toxine, sowie Bakterien können in den Körper gelangen. Grippe tritt in der Regel saisonal auf. Die meisten Erkrankungen kommen zwischen Dezember und April vor. Auf unseren Breiten verläuft in dieser Zeit die Grippesaison. Grippe gehört zu den sehr ansteckenden Krankheiten, Epidemien sind nicht selten die Folge. Wer seine Grippe nicht ärztlich behandeln lässt, riskiert weitere Folgeerkrankungen, wie Herzmuskelschwäche. Die Grippeviren gelten als sehr aggressiv. In der Medizin wird das Influenza-Virus in drei Gruppen aufgeteilt. Die Gruppen sind A, B und C. Am häufigsten kommen in der Bevölkerung Infektionen mit dem Influenza-A Virus vor. Da sich der Virus immer wieder leicht verändert, kann der Körper keine Immunität dagegen entwickeln. Dies ist auch der Grund, warum es immer wieder zu Epidemien, ja manchmal sogar zu Pandemien kommt.

Die Inkubationszeit einer Grippe beträgt zwischen einem und fünf Tagen ab Infektion. Allerdings kann ein infizierter Patient bereits in diesen wenigen Tagen auch andere anstecken. Zu Beginn der Erkrankung tritt akut hohes Fieber auf. Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit sind die häufigsten Symptome. Die Krankheit verläuft anders, als eine Erkältung. Nicht selten dauert es mehrere Wochen, bis man wieder gesund ist. Während den ersten Wochen tritt meist ein quälender Reizhusten auf. Durch diesen und allgemein durch die Erkrankung selbst wird das körpereigene Immunsystem so sehr geschwächt, dass der Körper anfälliger für andere Virusinfektionen wird.

Die typischen Symptome geben dem Arzt bei der Diagnosestellung deutliche Anhaltspunkte. In den meisten Fällen kann eine Grippe von anderen Infekten deutlich abgegrenzt werden. Ist dies nicht der Fall, so wird die Diagnose als grippaler Infekt bezeichnet. Dazu kommt es, wenn der Patient beispielsweise länger, als 3-4 Tage mit einem Arztbesuch wartet. Denn in den ersten Tagen kann man die Influenza-Viren im Sekret der Nasenschleimhaut nachweisen. Hierfür bedient sich der Arzt eines so genannten Schnelltests.

Bis vor einiger Zeit konnte man nur die Beschwerden lindern, doch Dank der Forschung ist es Heute möglich, Grippe gezielt zu therapieren. Bei der Vermehrung der Grippe Viren spielt ein Enzym, namens Neuramidase eine bedeutende Rolle. In der Therapie werden also so genannte Neuramidase-Hemmer eingesetzt. Einziger Nachteil dieser Behandlungsmethode ist jedoch, dass diese bereits beim ersten Auftreten der Symptome beginnen muss. Wird diese Behandlung gewählt und eingesetzt, so verläuft die Grippe leichter und der Heilungsprozess setzt auch deutlich schneller ein. Weitere Präparate helfen dabei, das Fieber zu senken und eventuelle Schmerzen zu lindern. Wichtig ist bei einer Grippe, dass man sich körperlich schont und Bettruhe wahrt. Eine Grippe kann den Körper erheblich schwächen, was dann meist zur Folge hat, dass weitere schwere Infektionskrankheiten (Sekundärinfektionen) auftreten können. Lungenentzündungen, Herzmuskelschwäche, bzw. eine Entzündung des Herzmuskels können ohne weiteres als Folge auftreten. Während eine Lungenentzündung meist mit Antibiotika sehr gut behandelbar ist, sieht die Sache mit dem Herzmuskel anderes aus. Diese Erkrankung bemerkt man leider in der Regel erst relativ spät, da man dessen Symptome (Kurzatmigkeit z.B.) dem schweren Verlauf der Grippe zuschreibt.

Seit vielen Jahren kann man sich gegen Grippe auch impfen lassen. Diese vorbeugende Maßnahme ist besonders sinnvoll für Patienten, die älter als 60 Jahre sind, für Patienten, deren Immunsystem stark geschwächt ist (z.B. AIDS-Infizierte und Patienten, die eine Organtransplantation hinter sich haben), aber auch für Personen, die ständig mit anderen Menschen in Kontakt treten, oder sich in Pflegeheimen befinden, oder dort arbeiten. Doch im Prinzip kann sich jeder gegen Grippe impfen lassen, wer auf Nummer Sicher gehen möchte. Der optimale Zeitpunkt für eine Grippe Impfung ist zwischen September und November. Da sich die Virenstämme ständig verändern, muss man die Impfung jedes Jahr neu wiederholen. Die Impfung bedeutet zwar nicht in allen Fällen einen 100%igen Schutz, doch auch wenn man trotz Impfung an einer Grippe erkrankt, verläuft die Erkrankung deutlich milder, als ohne Impfung. Die Impfung ist im Allgemeinen sehr gut verträglich, jedoch sollten sich Personen, die an einer Hühnereiweißallergie leiden, nicht impfen lassen.

Die Grippe ist eine Erkrankung, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Jedes Jahr sterben tausende von Menschen allein in Deutschland an den Folgen einer nicht, oder nicht ausreichend behandelten Grippe.

Artikel zur

Gesundheit

von Mat

Kommentar hinterlassen