Allergie im Frühjahr
Empfindliche Störungen der Frühlingsgefühle - Allergie!
Wenn es draußen wieder wärmer geworden ist, lockt dies nicht nur die Menschen in Scharen ins Freie, sondern auch die Pollen, die deren Schleimhäute angreifen und bei vielen eine Pollenallergie verursachen. Mit dieser verbunden kann sich Asthma entwickeln oder auch Neurodermitis.
Die Pollenallergie selbst macht sich in den meisten Fällen als allseits bekannter Heuschnupfen bemerkbar, der durch den Blütenstaub zustande kommt.
Dieser rührt von bestimmten Bäumen, Gräsern, Roggen und auch Kräutern her, der fast das ganze Jahr hindurch aufgrund der unterschiedlichen Blütezeiten auftritt.
Die Reichweite der flugfähigen kleinen Pollen erstreckt sich über Hunderte von Kilometern und kann bereits in kleinen Mengen allergische Reaktionen auslösen. Dabei werden die Eiweißstoffe der Pollen vom Immunsystem der Allergiker als gefährlich eingestuft und bekämpft, wobei Mastzellen Botenstoffe ausschütten, die in den Atemwegen Entzündungen auslösen.
Sie führen beim Heuschnupfen zu bekannten Abwehrreaktionen, die sich oftmals in geröteten, juckenden und tränenden Augen zeigen. Charakteristisch für den Heuschnupfen ist zudem ein zu beobachtender Fließschnupfen und Niesattacken, die permanent auftreten.
Sofern beim Heuschnupfen die Entzündungen bis in die Bronchien gelangen, ziehen sich dort die Muskelfasern zusammen und behindern die Atmung in der Weise, dass Atemnot und Husten auftreten.
Beide sind ein sicheres Anzeichen dafür, dass sich dabei Asthma entwickeln könnte.
Eine kurzfristige Maßnahme gegen diese Allergien kann darin bestehen, Nasensprays oder Nasentropfen zu nehmen, die etwas Linderung verschaffen kann.
Eine weitere Allergie, die mitunter durch den Pollenflug ausgelöst oder verstärkt werden kann, ist die häufigste Hautkrankheit Neurodermitis. Verantwortlich sind vor allem Pollen von Birken, Hasel, Erlen, Gräsern und Kräutern. An der Haut zeigt sich dies durch chronische Entzündungen mit Juckreiz, die gerötet, schuppig und teilweise nass erscheint. Vorwiegend betroffen ist dabei Gesicht, Hals, Nacken, Ellbogen und Knie.
Linderung verschafft Creme auf entsprechende Stellen, Vermeidung von Wärme und im Vorfeld das abendliche Waschen der Haare, um die Pollen zu entfernen, bevor sie sich im Bett und auf der Haut verteilen.
Eine besonders tückische Leidenszeit für Neurodermitiker und Allergiker stellt sich vor allem dann dar, wenn sie mit sogenannten Kreuzallergien konfrontiert werden. Dies zeigt sich in der Weise, dass beispielsweise ein Birkenpollenallergiker auch gegen Birnen und Äpfel allergisch reagiert. Das Immunsystem ist dabei nicht in der Lage zwischen den Eiweißstrukturen von Birne und Birkenpollen zu unterscheiden.
Um überhaupt entschiedener gegen eine Allergie wie Heuschnupfen und Co vorzugehen, sollte man in erster Linie feststellen lassen, gegen welche Pollen man allergisch ist.
Dies kann durch den Pricktest ermittelt werden, bei dem entsprechende Stoffe auf die Haut aufgetragen werden und innerhalb von 20 Minuten feststellbar ist, welche eine Gefahr darstellen. Noch besser kann man dies auch mittels eines Bluttests ermitteln.
Weiß man, welcher Stoff für eine Allergie ausschlaggebend ist, kann mit einer entsprechenden Therapie begonnen werden wie einer Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung genannt.
Dabei wird ein Immunsystem an die jeweiligen Pollen durch eine Art Allergie-Impfung gewöhnt, sodass Allergiker für einen längeren Zeitraum die Überempfindlichkeit gegenüber entsprechenden Allergenen verlieren. Im einzelnen gibt es dabei verschiedene Arten von Immuntherapien.
Die Langzeit-Immuntherapie geht über das ganze Jahr und beginnt mit einer Aufbau-Phase von vier Monaten. Dabei wird wöchentlich eine Dosis einer Injektion verabreicht, die gesteigert wird bis die richtige erreicht wurde. Danach wird nur noch alle sechs Wochen eine Injektion verabreicht, sodass sich das Immunsystem allmählich an das Allergen gewöhnt, wobei die Therapie selbst über drei Jahre geht.
Ähnlich verläuft die Kurzzeit-Immuntherapie, bei welcher die Aufbauphase nur über sechs Wochen geht und danach ebenfalls eine deutliche Besserung zu verzeichnen ist. Sie sollte zwei Jahre lang wiederholt werden.
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